Ein Nasenpiercing ist zeitlos, vielseitig und lässt sich je nach Stil ganz dezent oder als Statement tragen. Am häufigsten getragen wird das Nostril Piercing am Nasenflügel - daneben gibt es aber noch einige weitere Varianten mit eigenen Namen. Damit Du lange Freude an Deinem Nasenpiercing Schmuck hast, lohnt es sich, vor dem Kauf (und erst recht vor dem Wechsel) ein paar Grundlagen zu kennen: Wie heißen die einzelnen Arten? Was ist besser - Nasenstecker oder Nasenring? Welche Materialien sind hautfreundlich? Und wie sieht die richtige Nasenpiercing Pflege aus?
Wie heißt welches Nasenpiercing? Alle Arten und Namen
Wenn Menschen nach „Nasenpiercing" suchen, meinen sie fast immer das Nostril Piercing: Es sitzt am Nasenflügel (links oder rechts) und ist die häufigste Form. Der Name kommt vom englischen „nostril" für Nasenloch. Daneben gibt es aber noch einige weitere Nasenpiercing-Arten mit eigenen Bezeichnungen:
| Name | Wo sitzt es? | Besonderheit |
|---|---|---|
| Nostril | Nasenflügel, links oder rechts | Der Klassiker – alltagstauglich, für Stecker und Ringe geeignet |
| High Nostril | Höher am Nasenflügel, näher am Nasenrücken | Auffälligere Platzierung, wird meist mit Stecker getragen |
| Septum | Nasenscheidewand, mittig zwischen den Nasenlöchern | Lässt sich mit einem Klapp-Ring auch nach innen verstecken |
| Bridge | Waagerecht über dem Nasenrücken, auf Augenhöhe | Oberflächenpiercing, deutlich längere Heilung |
| Austin Bar | Waagerecht durch die Nasenspitze | Sehr selten, ohne Durchstechen der Scheidewand |
| Nasallang | Waagerecht durch beide Nasenflügel und die Scheidewand | Kombination aus drei Stichkanälen, sehr aufwendig |
| Rhino | Senkrecht durch die Nasenspitze | Selten, anspruchsvoll in Heilung und Pflege |
Für den Alltag und einen klassischen Look bleibt das Nostril Piercing der Favorit - entsprechend findest Du bei uns eine große Auswahl an Nostril Piercings in Stecker- und Ringform. In unserem Piercing Studio in Wuppertal stechen wir ausschließlich Nostril- und Ohrpiercings.
Den Klassiker unter den Nasenpiercings findest Du bei uns in vielen Designs:
Nasenpiercing links oder rechts - hat die Seite eine Bedeutung?
Eine der meistgestellten Fragen vor dem Stechen: Kommt das Nasenpiercing links oder rechts? In Deutschland ist die Seite reine Geschmackssache und hat keine festgelegte Bedeutung. Traditionell wird in Teilen Indiens eher der linke Nasenflügel gestochen, in der westlichen Piercing-Kultur gibt es dagegen keine Regel.
Praktischer sind diese drei Überlegungen:
- Dein Scheitel: Fällt Dein Haar meist zu einer Seite, ist das Piercing auf der freien Seite besser sichtbar.
- Deine Schlafseite: Wähle möglichst die Seite, auf der Du nicht schläfst - das schont den frischen Stichkanal.
- Deine Gesichtsseite: Schau Dir beide Seiten im Spiegel an und halte testweise einen Stecker daran. Viele Piercerinnen beraten dazu vor Ort.
Nasenstecker oder Nasenring: Was passt besser?
Beide Varianten haben ihre Vorzüge - die Wahl hängt vom Anlass, Deinem Stil und vor allem vom Heilungsstand ab.
Nasenstecker (Stud)
Der Nasenstecker gilt als der alltagstauglichere Klassiker: Er trägt dezent auf, bleibt seltener an Kleidung oder Haaren hängen und hält den Stichkanal ruhiger. Gerade bei frisch gestochenen Piercings und im Job ist er meist die erste Wahl. Erhältlich ist er mit unterschiedlichen Verschlüssen - vom L-förmigen Stab über die Spirale bis zum Innengewinde.
Nasenring
Ein Nasenring ist das auffälligere Statement und rahmt den Nasenflügel sichtbar ein. Damit er angenehm sitzt, muss der Innendurchmesser genau passen - ist er zu groß, bewegt er sich zu viel und reizt den Kanal. Für abgeheilte Piercings ist er eine schöne Abwechslung zum Stecker.
Tipp: Bei einem frischen Piercing empfehlen Studios in der Regel zunächst einen Stecker. Auf einen Ring wechselst Du am besten erst, wenn das Piercing vollständig zur Ruhe gekommen ist. Beides findest Du bei uns in wasserfester Qualität: Entdecke unsere Nasenstecker und Nasenringe.
Nasenpiercing Schmuck: Material ist wichtiger als Design
So schön ein Design auch ist - beim Nasenpiercing entscheidet in erster Linie das Material darüber, ob Du den Schmuck beschwerdefrei trägst. Diese drei Materialien sind empfehlenswert:
Titan (ASTM F136)
Die erste Wahl für frisch gestochene Piercings: Titan ist nickelfrei, besonders leicht, hautfreundlich und wasserfest. Gerade bei empfindlicher Haut und Allergieneigung ist es das verträglichste Material - deshalb setzen wir es auch in unserem Piercing-Studio als Erstschmuck ein.
316L Chirurgenstahl
Ein robustes, langlebiges Material für abgeheilte Piercings. 316L Chirurgenstahl ist pflegeleicht, wasserfest und läuft nicht an - für den Ersteinsatz bleibt Titan aber die bessere Wahl.
Vergoldeter Schmuck
Vergoldete Piercings bringen die warme Gold-Optik ins Gesicht. Wichtig ist dabei ein stabiles Grundmaterial wie Titan oder Edelstahl - nur so bleibt die Vergoldung dauerhaft schön und die Verträglichkeit gesichert. Mehr zum Thema Hautverträglichkeit liest Du in unserem Nickelallergie-Guide.
Nasenpiercing Größe: Stärke (Gauge) & Durchmesser verstehen
Damit ein Nasenpiercing Ring oder Nasenstecker bequem sitzt, müssen zwei Werte passen: die Stabstärke (auch Gauge genannt) und der Durchmesser bzw. die Stablänge. Hier die gängigen Größen im Überblick:
- Stärke (Gauge/mm): Bei Nasenpiercings sind 0,8mm und 1,0mm die Standardgrößen. Die passende "Dicke des Stabs" muss zum gestochenen Kanal passen
- Durchmesser bzw. Länge: Bei Nasenringen liegt der Innendurchmesser meist zwischen 6 und 10mm (wobei 8mm den Meisten passt), bei Steckern die Stablänge häufig zwischen 6 und 8mm - abhängig von Deiner Nasen-Anatomie.
Praxis-Tipp: Wenn Du unsicher bist, miss Deinen aktuellen Schmuck aus oder lass die Größe im Studio kurz checken. Für die Stabstärke gilt: Sie steht meist in der Produktbeschreibung Deines Erstschmucks - im Zweifel kurz im Studio nachfragen. Eine ausführliche Anleitung findest Du auf unserer Seite Piercinggröße ermitteln. Falsche Größen sind einer der Hauptgründe für Druckstellen, „Wandern" oder ständige Reizung. Zu klein drückt, zu groß bewegt sich zu viel und reizt den Stichkanal.
Nasenpiercing Heilung: Wie lange dauert das?
Ein Nasenpiercing braucht Zeit - und zwar deutlich mehr, als viele erwarten. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen „sieht gut aus" und „ist wirklich abgeheilt": Äußerlich wirkt der Stichkanal oft schon nach wenigen Wochen ruhig, während er innen noch empfindlich ist. Genau deshalb ist zu frühes Wechseln einer der häufigsten Fehler.
| Piercing | Richtwert bis stabil | Vollständige Abheilung |
|---|---|---|
| Nostril | ca. 2-4 Monate | bis zu 6-12 Monate möglich |
| Septum | ca. 6-8 Wochen | ca. 3-6 Monate |
| Bridge / High Nostril | mehrere Monate | oft 6-12 Monate |
Alle Angaben sind Richtwerte - die tatsächliche Heilung ist individuell und hängt von Anatomie, Material und Pflege ab.
Umso besser die Pflegehinweise eingehalten werden, desto schneller und unkomplizierter verläuft die Abheilung. Wichtig ist außerdem hautfreundliches Material: Warum Titan hier die erste Wahl ist, erklären wir in unserem Nickelallergie-Guide. Und warum ein Nasenpiercing immer gestochen und nie geschossen werden sollte, liest Du in unserem Vergleich Piercing stechen vs. schießen.
Ob dezenter Stecker oder auffälliger Ring - hier findest Du beides in wasserfester Qualität:Nasenpiercing Pflege: So unterstützt Du eine ruhige Abheilung
Eine gute Nasenpiercing Pflege ist simpel, aber konsequent. Die wichtigste Regel: so wenig wie möglich anfassen. Hier das Wichtigste auf einen Blick:
| ✅ Das solltest Du tun | ❌ Das solltest Du lassen |
|---|---|
| Hände waschen, bevor Du das Piercing berührst | Am Schmuck drehen oder daran spielen |
| 1-2x täglich sanft mit geeigneter Kochsalzlösung reinigen | Aggressive Mittel wie Alkohol oder Wasserstoffperoxid |
| Nach dem Reinigen vorsichtig trocken tupfen | Mit dem Handtuch rubbeln (Hängenbleiben-Gefahr) |
| Make-up und Skincare um die Stelle herum aussparen | Creme, Foundation oder Puder direkt aufs Piercing |
| Möglichst auf der anderen Seite schlafen | Dauerhaft Druck auf die frische Stelle geben |
| Auf hautfreundliches Material achten (Titan/Chirurgenstahl) | Zu früh wechseln oder billige Legierungen tragen |
Ein verbreiteter Mythos: Das Piercing muss nicht gedreht werden - im Gegenteil, das reizt den Stichkanal nur zusätzlich. Auch zu häufiges Reinigen kann kontraproduktiv sein. Sanft und regelmäßig reicht völlig aus.
Wenn etwas nicht stimmt: Anhaltende Rötung, Schwellung, Wärme, starke Schmerzen oder eitriges Sekret solltest Du nicht selbst behandeln. Lass das Piercing in dem Fall von Deinem Piercing-Studio oder ärztlich anschauen - und nimm den Schmuck nicht eigenmächtig heraus, da sich der Kanal sonst schließen und Sekret einschließen kann.
Wann kann man ein Nasenpiercing wechseln?
Die ehrliche Antwort: erst dann, wenn das Piercing wirklich ruhig ist. Das erkennst Du an drei Zeichen - kein Ziehen beim Bewegen, keine Druckempfindlichkeit und keine Krusten oder Sekretbildung mehr. Beim Nostril ist das meist frühestens nach mehreren Monaten der Fall.
Für den ersten Wechsel gilt: Hände waschen, in Ruhe und mit guter Beleuchtung arbeiten und den neuen Schmuck bereits bereitlegen. Klemmt es oder tut es weh, nicht mit Gewalt versuchen - dann lieber kurz im Studio wechseln lassen. Wähle für den ersten Wechsel außerdem hochwertigen, wasserfesten Schmuck in der passenden Größe.
Häufige Fehler beim Nasenpiercing
- Zu früh wechseln: Der häufigste Fehler überhaupt - außen verheilt bedeutet nicht innen verheilt.
- Falsche Größe kaufen: Zu kleine Ringe drücken, zu große bewegen sich zu viel und reizen den Kanal.
- Billige Legierungen tragen: Nickelhaltiger Modeschmuck kann selbst bei abgeheilten Piercings Reizungen auslösen.
- Ständiges Anfassen und Drehen: Jede unnötige Bewegung verzögert die Heilung.
- Aggressive Pflegemittel: Alkohol und Wasserstoffperoxid trocknen die Haut aus und schaden mehr, als sie nutzen.
- Geschossen statt gestochen: Eine Pistole quetscht das Gewebe - beim Nasenpiercing ist die sterile Nadel Pflicht.
FAQ - Häufige Fragen zum Nasenpiercing
Wie heißt das Nasenpiercing am Nasenflügel?
Das Piercing am Nasenflügel heißt Nostril Piercing - abgeleitet vom englischen Wort für Nasenloch. Es ist die mit Abstand häufigste Nasenpiercing-Art und wird umgangssprachlich oft einfach Nasenpiercing oder Nasenstecker genannt.
Welche Nasenpiercing-Arten gibt es?
Die bekanntesten sind Nostril, High Nostril, Septum, Bridge, Austin Bar, Nasallang und Rhino. Eine Übersicht mit Sitz und Besonderheiten findest Du in der Tabelle weiter oben. Für den Alltag ist das Nostril Piercing die beliebteste Wahl.
Nasenstecker oder Nasenring - was ist besser für den Alltag?
Viele finden den Nasenstecker alltagstauglicher, weil er seltener hängen bleibt und den Stichkanal ruhiger hält. Ringe sind das stärkere Statement, brauchen aber die passende Größe. Wichtig ist in beiden Fällen ein wasserfestes, hochwertiges Piercing aus Titan oder Chirurgenstahl.
Welche Größe hat ein Nasenpiercing?
Üblich sind Stabstärken von 0,8 mm oder 1,0 mm. Bei Nasenringen liegt der Innendurchmesser meist zwischen 6 und 10 mm, bei Steckern die Stablänge zwischen 6 und 8 mm.
Wie bestimme ich die richtige Nasenring-Größe?
Miss den Innendurchmesser Deines aktuellen Rings von Innenkante zu Innenkante - üblich sind 6-10 mm, am häufigsten 8 mm. Die Stabstärke beträgt in der Regel 0,8 mm oder 1,0 mm. Eine Anleitung dazu findest Du unter Piercinggröße ermitteln.
Wie lange dauert die Nasenpiercing Heilung?
Beim Nostril gelten 2-4 Monate als Richtwert, bis es stabil ist - vollständig abgeheilt kann es je nach Person aber auch erst nach 6-12 Monaten sein. Ein Septum heilt oft schneller, ein Bridge deutlich langsamer.
Wie pflege ich ein frisches Nasenpiercing richtig?
Hände waschen, das Piercing 1-2x täglich sanft mit geeigneter Kochsalzlösung reinigen, trocken tupfen statt rubbeln und ansonsten möglichst in Ruhe lassen. Nicht drehen, nicht zu früh wechseln und Make-up im direkten Bereich aussparen. Bei anhaltender Rötung, Schwellung oder eitrigem Sekret bitte das Studio oder eine Ärztin aufsuchen.
Wann kann man ein Nasenpiercing wechseln?
Erst wenn es wirklich ruhig ist: kein Ziehen, keine Druckempfindlichkeit, keine Krusten. Das ist meist frühestens nach mehreren Monaten der Fall. Bist Du unsicher, lass den ersten Wechsel im Studio durchführen.
Hat es eine Bedeutung, ob das Nasenpiercing links oder rechts sitzt?
In Deutschland ist die Seite Geschmackssache und hat keine feste Bedeutung. Traditionell wird in Teilen Indiens eher links gestochen. Entscheide am besten nach Scheitel, Schlafseite und Deinem Gefühl vor dem Spiegel.
Welches Material ist für ein Nasenpiercing am besten?
Für frische Piercings ist Titan (ASTM F136) die erste Wahl: nickelfrei, leicht, hautfreundlich und wasserfest. Für abgeheilte Piercings eignet sich zusätzlich hochwertiger 316L Chirurgenstahl. Vergoldeter Schmuck sollte immer auf einem stabilen Grundmaterial basieren.
